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Magellanstraße

Ende des 15. Jahrhunderts entdeckten und monopolisierten die Portugiesen das Kap der Guten Hoffnung. Dadurch öffnete sich der erste Seeweg nach Asien und Ozeanien, die Quelle des Reichtums für den europäischen Handel. Der Portugiese Ferdinand Magellan konnte den König seines Landes nicht davon überzeugen, eine Schiffsflotte bereitzustellen, um über Amerika einen Weg nach Osten zu suchen. Schließlich war es Carlos V, König von Spanien, der den Vorschlag von Magellan 1518 annahm. Dies stellte den Anfang der außergewöhnlichsten Reise europäischer Forscher in der Entdeckungsgeschichte der Welt dar.

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nde des 15. Jahrhunderts entdeckten und monopolisierten die Portugiesen das Kap der Guten Hoffnung. Dadurch öffnete sich der erste Seeweg nach Asien und Ozeanien, die Quelle des Reichtums für den europäischen Handel.

Der Portugiese Ferdinand Magellan konnte den König seines Landes nicht davon überzeugen, eine Schiffsflotte bereitzustellen, um über Amerika einen Weg nach Osten zu suchen. Schließlich war es Carlos V, König von Spanien, der den Vorschlag von Magellan 1518 annahm. Dies stellte den Anfang der außergewöhnlichsten Reise europäischer Forscher in der Entdeckungsgeschichte der Welt dar.

Am 20. September 1519 lief der „Fuhrpark der Molukken“, unter dem Kommando von Magellan, aus dem Hafen von Sevilla aus. An Bord befand sich ein junger Italiener, Antonio Pigafetta, der über diese Expedition berichtete, die Spanien mit 5 Schiffen und 265 Mann verließ und 3 Jahre später zu ihrem Ausgangspunkt mit 1 Schiff und 18 Mann zurückehrte, nachdem sie die erste Weltumsegelung realisiert hatte.

Als Brasilien erreicht und der La-Plata-Fluss genauestens erkundet worden war, setzte die Flotille ihre Reise Richtung Süden fort und fuhr schließlich, am 1. Novembrer 1520 in die Meerenge, die Magellan „Allerheiligenstraße“ taufte und die später in „Magellanstraße” umbenannt wurde. Die Region nördlich der Meerenge wurde „Land der Patagonen” (Patagonien) und das südliche Gebiet „Rauchland” (Feuerland) genannt.

Fünf Wochen später gelangten die übrigen 3 Schiffe in einen riesigen und neuen Ozean, in ruhige Gewässer, weshalb ihm der Namen „Pazifik” verliehen wurde. Magellan starb nach einer Auseinandersetzung mit Indianern auf einer Molukken-Insel und es war sein Steuermann, Sebastián Del Cano, welcher die übrige Expedition, nach unzähligen Strapazen und Schwierigkeiten bis nach Spanien zurückführte. Von diesem Zeitpunkt an war der Seeweg nach Osten für Spanien offen.

Dann, zwischen den Jahren 1557 und 1559, war es John Ladrillero, der ab Valdivia (Chile) die Gebiete um die Magellanstraße genauer erforschte. Aber die Engländer, Feinde der Spanischen Krone, nutzten die Meerenge ebenfalls. Der Pirat Francis Drake durchfuhr sie (1557-1578), um die spanischen Kolonien an der Westküste Südamerikas zu verwüsten. Es war ausgerechnet dieser Pirat, der erstmals die Tatsache erwähnte, dass das Feuerland eine Insel und kein großer, sich bis zum Südpol erstreckender Kontinent sei. Er realisierte auch die zweite Umsegelung der Erde. Die Spanier, alarmiert durch die ungeahndete Durchreise der Engländer, entschlossen sich an diesem Ort zwei Städte zu gründen. Sarmiento de Gamboa hatte das Komando dieser militärischen Expedition mit Kolonisierungsabsichten. Er lief im September 1581 mit 23 Schiffen und 3000 Personen aus. Anderthalb Jahre später, nach unzähligen Problemen, kam er schließlich in der Meerenge an, mit nur 5 Schiffen und 500 Personen. Nahe der Dúngenes-Spitze (östlicher Eingang der Meerenge) wurde die Stadt Nombre de Jesus gegründet und 60 km weiter, südlich vom heutigen Punta Arenas, die Stadt König Felipe.

Dieser Kolonialisierungsversuch verwandelte sich in ein echtes Desaster: Siedler und Soldaten beider Städte verhungerten und es kam so weit, dass 1587 dem englischen Piraten Thomas Cavendish die Rettung eines Spaniers gelang, einer der wenigen Überlebenden der Tragödie. Die anderen blieben ihrem Schicksal überlassen und Spanien gab es endgültig, auf die Magellanstraße zu kolonisieren. Der Ort, an dem man die Stadt des Königs Felipe errichtete, wurde „Hafen des Hungers“ getauft, ein Name der bis zum heutigen Tage verwendet wird.
Während der ersten Jahre des 17. Jahrhunderts durchreisten die Niederländer mehrere Male die Meerenge, bis sie 1616 die Kap Hoorn-Route entdecken. Ab diesem Zeitpunkt - und für fast zwei Jahrhunderte - zogen die Segelschiffe aller Nationalitäten oft die ozeanische Route um Kap Horn, die Magellanstraße, vor. Einige berühmte wissenschaftliche Expeditionen, wie die von Byron Commodore oder Louis Antoine de Bougainville, passierten die Meeresenge. Den britischen hydrographischen Explorationskampagnen von Parker King und Fitz Roy (zwischen 1826 y 1834) ist es zu verdanken, dass die Küsten der Meerenge und der Archipel Patagonien und Feuerland genauestens erforscht wurden.

Der Komandant John Williams an Bord des Schoners Ancud nahm 1843 im Auftrag der chilenischen Regierung die Magellanstraße in Besitz und gründete die Kolonie der Festung Bulnes, auf der Spitze von Santa Ana, in der Nähe des berühmten „Hafen des Hungers“. 1848 verließ José de los Santos Mardones, der neue Gouverneur der entstehenden Kolonie, die Festung Bulnes aufgrund des Süßwassermangels und des unfruchtbaren Bodens. Der Gouverneur gründete daraufhin die Kolonie Punta Arenas (18. Dezember 1848) ca. 60 km weiter nördlich, an einem Ort, der bis dahin als Sandy Point bekannt war.

Anfangs war die neu gegründete Kolonie Punta Arenas nicht mehr als ein Militärposten, wohin Verurteilte ins Gefängnis geschickt wurden. Einige Siedler wurden nach und nach ansässig, bis im Jahre 1851 eine Meuterei der militärischen Besatzung die Bevölkerung von 436 auf 86 Einwohner brutal reduzierte. Aber durch die Dynamik ihrer Siedler, dem Kohleabbau, der Robbenjagd und der Holzgewinnung wurde die Stadt wieder zum Leben erweckt und dank der langsamen, aber stetigen Zuwanderung von Migranten aus Chile, der Schweiz, Spanien, Frankreich und anderen Ländern entwickelte sich eine blühende Kleinstadt (150 Einwohner im Jahr 1853, 805 im Jahre 1870, 1095 im Jahre 1878 und 7000 im Jahr 1898).

Im späten 19. Jahrhundert, bis zur Eröffnung des Panama-Kanals (1914), erlangte die Magellanstraße ihre Bedeutung als wichtigster Seeweg zwischen dem Atlantik und dem Pazifik zurück. Punta Arenas entwickelte sich zu einem kosmopoliten Hafen mit blühendem - legalem und illegalem – Handel und zu einem lokalen Wirtschaftszentrum. Mit der Eröffnung des Panamakanals verliert die Straße als internationale Navigationsroute deutlich an Bedeutung und diese Situation dauert gewissermaßen bis heute noch an. Ab 1877, mit der Einführung der Schafzucht auf beiden Seiten der Meerenge, entwickelte sich eine intensive regionale Küstenschifffahrt. Es wurden vor allem an der Küste zahlreiche Betriebe und Rinderfarmen gegründet.

Durch die Entdeckung von Erdöl, zuerst auf Feuerland (1945) und dann in den Gewässern der Magellanstraße, entstand ein wichtiger Wirtschaftszweig, welcher in den 80er Jahren mit der Erschließung von Gasfeldern und der Herstellung von Methanol einen Aufschwung erfuhr. Durch diese Aktivitäten erhielt die Navigation durch die Magellanstraße einen neuen Auftrieb. Jährlich nutzen derzeit ca. 1.500 Schiffe die Meerenge und etwa fünfzig Kreuzfahrtschiffe steuern jeden Sommer die Stadt Punta Arenas an.

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