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Kap Horn

Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, an denen sich Menschen so verwundbar fühlen und zugleich von einer Aura mystischer Geistigkeit umgeben sind. Kap Hoorn ist einer davon. Kap Hoorn liegt auf 55°59’ südlicher Breite und 67° 19’ westlicher Länge, zwischen zwei Ozeanen. Die Intensität der atmosphärischen Phänomene dieser Region macht den Besuch des Kap Hoorn zu einem einzigartigen und einmaligen Erlebnis.

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s gibt nur wenige Orte auf der Welt, an denen sich Menschen so verwundbar fühlen und zugleich von einer Aura mystischer Geistigkeit umgeben sind. Kap Hoorn ist einer davon. Kap Hoorn liegt auf 55°59’ südlicher Breite und 67° 19’ westlicher Länge, zwischen zwei Ozeanen. Die Intensität der atmosphärischen Phänomene dieser Region macht den Besuch des Kap Hoorn zu einem einzigartigen und einmaligen Erlebnis. Wie schwierig es für viele Segelboote war, das Kap Hoorn zu umrunden, läßt sich in vielen Büchern nachlesen, die diesem Thema gewidmet wurden. Drei Daten spiegeln die außergewöhnlichen Leistungen und die vielen Dramen wider, die sich hier abspielten: Es wurde von den Europäern zu Beginn des 17. Jahrhunderts entdeckt.

Im kleinen Hafen von Höorn unterzeichneten der Kaufmann Isaac Le Maire, französischer Herkunft, und die Seemänner John William und Cornelius Schouten die Verfassung der Gesellschaft Austral und richteten zwei Boote aus: die Endracht (Unity), 360 Tonnen schwer und die Höorn, 110 Tonnen schwer. Am 14. Juni 1615 stachen sie in Texel, Niederlande, in See. Am 24. Januar 1616 kreuzten sie die Meeresenge, die sie Le Maire nannten. Eine von ihnen Richtung Osten gesichtete Insel erhielt den Namen Statenlant (Staatenland). Sie nannten sie „Land“, in der Überzeugung, dass es eine Halbinsel im südlichen Terra australis incognita (Neuland) wäre, und „Staaten“ zu Ehren der um Unabhängigkeit kämpfenden Provinzen der Niederlande (Holland, Zeeland, Friesland, Utrecht, Overjissel, Gelderland und Groningen). Fünf Tage später, am 29. Januar 1616, kreuzten sie das Kap, das sie Höorn nannten und eröffneten somit eine neue Seeroute, die Atlantik und Pazifik verbindet. Sie segelte n auf dem Pazifik, ohne eine genaue Vorstellung ihrer Fahrtrichtung zu haben, bis sie die Insel Java und die Molukken-Inseln erreichten, wo sie von einer anderen holländischen Expedition, unter dem Kommando von Admiral Spielberg, der Britischen Ostindien-Kompanie, Inhaber der exklusiven Rechte für die Durchquerung der bis dahin einzigen bekannten Seestraße um Kap Hoorn, festgenommen wurden. Die Besatzung wurde kurzerhand wegen Verstoßes gegen das Gesetz der Durchquerung der Meerenge von Magellan angeklagt. Die Argumentation, auf der sie ihre Verteidigung stützten, nämlich eine neue Durchfahrt benutzt zu haben, schockierte die Jury, die ihnen nicht glaubte, da man annahm, dass sich südlich der Meeresenge die Terra incognita, ein unüberwindlicher Kontinent, befand. Nach ihrer Verurteilung in erster Instanz wurden sie auf der Zeeland - dem Schiff auf dem Jacob Le Maire nach zwei Wochen, auf hoher See, starb - nach Holland gebracht.

Es wird vermutet, dass zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert mehr als 800 Schiffe in den stürmischen Gewässern von Kap Horn verloren gegangen sind und mindestens 10.000 Männer aller Gesellschaftsschichten und Nationalitäten dabei auf hoher See ums Leben kamen. - Das Kap Horn wurde 1938 in nur 5 Tagen von der Priwall umfahren, der damit die schnellste Umsegelung gelang. Der Negativrekord wird vom Segelschiff Susana gehalten, das 1905 genau 94 Tage für die Umschiffung des legendären Kaps benötigte!
INTERNATIONALE BRUDERSCHAFT DER KAPITÄNE AUF GROSSER FAHRT, KAPHOORNIERS
Diese Bruderschaft wurde 1937 in Saint-Malo (Frankreich) durch eine Gruppe französischer Kapitäne gegründet, deren erste Mitglieder geschulte Seeleute waren, die die Erfahrung gemacht hatten, als Kommandanten altertümlicher kaufmännischer Segelschiffe das berühmte Kap Hoorn umsegelt zu haben. Aufgrund des Todes vieler ihrer Mitglieder beschloss die Amicale ihr internationales Gremium aufzulösen und wurde durch ihr nahestehende Organisationen ersetzt, die, durch sie inspiriert, ebenso abenteuerlustig waren. Auf dem Wahrzeichen der Internationalen Bruderschaft der Kapitäne auf großer Fahrt, Kaphoorniers, ist sinnbildlich der Kopf eines Albatrosses dargestellt, vor einem blauen Mittelpunkt, der von einem roten Kreis umgeben, weiße Buchstaben mit dem Namen der Institution enthält. Im Schnabel hält der Albatros ein rautenförmiges Objekt.

Dieses Symbol bezieht sich auf eine alte Tradition der einstigen Matrosen, die diese riesigen Vögel einfingen, um mit ihnen, einen Drachen simulierend, Drachensteigen spielen zu können. Darum befestigten sie als Köder ein Stück salziges Schweinefleisch und wurfen es, mittels einer dünnen Angelschnur aufs Meer hinaus. Sobald der Albatros anbiss, blieb das Objekt am gebogenen Schnabel des Vogels hängen. Während die Schnur gespannt gehalten wurde, konnte der Vogel nicht entkommen und die Matrosen spielten mit ihm vom Schiff aus, bis sie ihn aufs Deck zogen, um ihn anschließend frei zulassen. Keiner von ihnen konnte einen Albatros umbringen, denn der Aberglaube besagte, dass diese schönen, umherschweifenden Vögel die Seelen der auf hoher See umgekommenen Matrosen verkörperten.

DAS KAP HOORN DENKMAL
Auf Initiative der chilenischen Repräsentation der Bruderschaft der Kapitäne auf großer Fahrt, „Kaphoorniers“ wurde am 5. Dezember 1992 feierlich das Kap Hoorn Denkmal eingeweiht. Es ist Seeleuten aller Nationen gewidmet, die gegen die Unbarmherzigkeiten der Natur am legendären Kap Hoorn im Südmeer gekämpft haben. Dieses 7 Meter hohe Denkmal umfasst zwei unabhängigen Körpern, die aus jeweils fünf Stahlplatten bestehen, und ist das Werk des chilenischen Bildhauers José Balcells Eyquem. Die Pläne und der Bau wurden von der chilenischen Marine realisiert, wobei als unabdingbare Voraussetzung festgesetzt wurde, dass die Struktur Winden von bis zu 200 km/h standhalten musste. Die Bauarbeiten dauerten länger als einen Monat, von Oktober bis November 1992. Zu beiden Seiten des Weges, der zum Denkmal führt, wurden Marmorplatten an Zementsäulen angebracht. Eine enthält die Widmung des Monuments und die andere das schöne Gedicht einer Schriftstellerin aus Valparaiso, Sara Vial:

„Ich bin der Albatros, der am Ende der Welt auf dich wartet. Ich bin die vergessene Seele der toten Seeleute, die aus allen Meeren der Erde hierher kamen, um Kap Horn zu umschiffen. Aber sie starben nicht in den tosenden Wellen. Sie fliegen heute auf meinen Schwingen in die Ewigkeit mit dem letzten Aufbrausen der antarktischen Winde.”

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