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Patagonien

Glaziologie in Patagonien

Im Winter kommt es zu einer Akkumulation von Schnee, wobei sich dieser zu verdichten beginnt. Die enthaltene Luft wird herausgepresst und es beginnt die Metamorphose von Schnee zu Gletschereis, wobei sich die ursprünglich hexagonale Form der Schneekristalle verändert und daraus körniger Schnee entsteht. Auf diese Weise gelangen wir zur zweiten Zustandsform des Schnees, dem Firn. Mit der Zeit sammeln sich neue Schneeschichten an, die durch ihr Eigengewicht zusammengepresst und zu Gletschereis werden.

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as ist Eis?
Eis ist der feste Zustand des Moleküls H2O (Wasser). In einem Gletscher tritt Eis zusammen mit Luftblasen gemischt auf und besitzt im Vergleich zu Wasser eine äquivalente Dichte von 0,9. Aus diesem einfachen Grund schwimmt das Eis auf dem Wasser.

ENTSTEHUNG VON GLETSCHEREIS
Im Winter kommt es zu einer Akkumulation von Schnee, wobei sich dieser zu verdichten beginnt. Die enthaltene Luft wird herausgepresst und es beginnt die Metamorphose von Schnee zu Gletschereis, wobei sich die ursprünglich hexagonale Form der Schneekristalle verändert und daraus körniger Schnee entsteht. Auf diese Weise gelangen wir zur zweiten Zustandsform des Schnees, dem Firn. Mit der Zeit sammeln sich neue Schneeschichten an, die durch ihr Eigengewicht zusammengepresst und zu Gletschereis werden.

DAUER DER ENTSTEHUNG EINES GLETSCHERS
Die Bildung variiert erheblich von einem Gletscher zum anderen: von einem Dutzend Jahre bei temperierten Gletschern, wie z. B. in Patagonien, bis hin zu Hunderten von Jahren bei den kalten Gletschern, wie z. B. in der Antarktis. Entgegen der Annahmen bildet ein Gletscher umso schneller Eis, je temperierter er ist, da die Schneekristalle zum Schmelzen gemäßigte Temperaturen (über 0 ºC) benötigen, um sich in Gletschereis umzuwandeln In der Antarktis sinken die Temperaturen so tief, dass sich die Schneekristalle über einen viel längeren Zeitabschnitt im Verdichtungsprozess befinden.

BEWEGUNGEN
Es gibt zwei Ursachen für die Bewegung: das Basale Gleiten und das Deformationsfließen: Das Basale Gleiten wird einerseits durch die Reibung zwischen dem Gletscherboden und dem felsigen Substrat bewirkt, wodurch ein dünner Wasserfilm entsteht, der die Gleitbewegung ermöglicht und andererseits durch das Filtrieren des Wassers der oberen Schichten Richtung Boden.

Das Deformationsfließen entsteht durch den inneren Druck, den das Gewicht des Eises ausübt (ca. 650 Tonnen pro Kubikmeter). Dieser Druck führt zur Verformung des Gletschers und somit zur Bewegung.

ANATOMIE EINES GLETSCHERS
Die Akkumulationszone ist der obere Teil des Gletschers, dort sammelt sich der Schnee an. Als Ablationszone wird der Bereich bezeichnet, in dem er an Masse verliert.
Die Gleichgewichtslinie bestimmt die Teilung zwischen Akkumulationszone und Ablationszone.
Die Moränen sind eine Ansammlung von Materialien wie Felsen, Sand oder Lehm, welche vom Gletscher während seines Vormarsches transportiert werden.
Es gibt verschiedene Arten von Moränen: Die Seitenmoräne. Wie der Name schon sagt, sind dies die Sedimente, die sich an den Rändern eines Gletschers ablagern.
Die Mittelmoräne. Sie entstehen aus den Seitenmoränen zweier Gletscher, wenn diese zusammen fließen und sich vereinen.
Die Endmoräne. Sie gibt dem Gletscherende, die extremste, vom Eis erreichte Position und den Punkt an, wo der Rückzug beginnt.
Die Innenmoräne. Ist die Ansammlung aller Sedimente, die von den Gletscherspalten in das Innere des Eises stürzen und von ihm eingeschlossen werden, jenes Eis, was „schmutzig“ zu sein scheint.
-Die Gletscherspalten bilden sich hauptsächlich aufgrund des bestehenden Unterschiedes der Geschwindigkeit des Gletscherinneren und seiner seitlichen Zuflüsse.
-Die Séracs sind Eisblöcke, die sich hauptsächlich vor einem Gletscher befinden. Es ist damit zu rechnen, dass sie einstürzen

Die Nunatait sind über die Oberfläche von Gletschern und Inlandeismassen aufragende felsige Elemente die nicht mit Eis oder Schnee bedeckt sind. Sie haben den Anschein von Felsinseln inmitten des Eises und manchmal können sie etwas Vegetation aufweisen.

Die Eisberge sind Blöcke von Eismassen, die sich von der Ablationszone eines Gletschers lösen und in einen See oder ins Meer treiben. Das proportionale Verhältnis der Größe eines Eisberges, an der Oberfläche und unter Wasser, ist 1:9.

DIE FARBE DES EISES
Die charakteristische Färbung der Gletscher beruht auf dem folgenden optischen Effekt: das Sonnenlicht, welches auf das Eis fällt, ist weiß und zerlegt sich in drei Grundfarben (rot, grün und blau). Das Eis absorbiert vorzugsweise die Lichtwellen der Farben rot und grün, die den scheinbar blauen Farbton des Eises bilden. Eis, welches eine große Anzahl Luftblasen enthält, zeigt sich in weißer Farbe.

DIE FARBE DES WASSERS
Das von einem Gletscher stammende Wasser ist unter dem Namen „Gletschermilch“ bekannt. Seine besondere Farbe erhält es durch seinen Gehalt an mineralen Sedimenten (spezielle Quarzpartikel), die permanent schweben und sich nicht auf dem Boden des Sees, Meeres oder Flusses absetzen können.

DIE GLETSCHER DER GEGENWART
Weltweit befinden sich die meisten Gletscher in einer Periode des Rückzugs oder im Gleichgewicht, aber es gibt Ausnahmen: einige Gletscher in Alaska, Grönland, Himalaya und in Chile der Pio XI -Gletscher, nahe Puerto Edén, treiben voran. Die genauere Theorie über den Rückgang der Gletscher vermutet, dass es eine Erderwärmung und einen damit verbundenen erheblichen Temperaturanstieg gab. Damit ein Gletscher vorankommen kann, ist eine positive Balance der Massen nötig. Dies bedeutet, dass die im Winter gefallene Schneemenge größer sein muss als die, die im Sommer Ablation und Verschmelzung erfahren hat.

Abschließend können wir sagen, dass die Gletscher in der Gegenwart nur noch Reliquien der einstigen Gletscherausdehnungen darstellen, aber sie spielen noch immer eine wichtige Rolle auf unserer Erde. Sie nehmen 10 % der versunkenen Erdmasse ein und repräsentieren 90 % des Süßwasserhaushalts der Erde. Darüberhinaus tragen sie durch die Erzeugung von Luft und- Wasserströmen dazu bei, das Klima der Erde im Gleichgewicht zu halten, welches ohne sie erstickend sein würde.

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