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Auf Darwins Spuren in Patagonien

Es besteht kein Zweifel darüber, dass der Zufall für die Entwicklung bestimmter Ereignisse, die in die Geschichte der Menschheit eingehen, eine wichtige Rolle spielt. Im Leben von Charles Darwin führten zufällige Umstände dazu, dass sich ihm die Gelegenheit bot, sich auf dem Schiff Beagle einzuschiffen. Ohne Zweifel war dies die wichtigste Erfahrung seines Lebens und die Grundlage seiner Ideen über die Entwicklung und Entstehung der Arten.

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s besteht kein Zweifel darüber, dass der Zufall für die Entwicklung bestimmter Ereignisse, die in die Geschichte der Menschheit eingehen, eine wichtige Rolle spielt. Im Leben von Charles Darwin führten zufällige Umstände dazu, dass sich ihm die Gelegenheit bot, sich auf dem Schiff Beagle einzuschiffen. Ohne Zweifel war dies die wichtigste Erfahrung seines Lebens und die Grundlage seiner Ideen über die Entwicklung und Entstehung der Arten.

Charles Darwin wurde am 12. Februar 1809 in Shrewsbury, England, als fünftes von sechs Kindern geboren und, nach dem Tod der Mutter, mit 6 Jahren, sozusagen von seinen älteren Schwester aufgezogen. Im Jahre 1825 nahm er sein Medizinstudium in der Universität von Edinburg auf, welches er aufgab, um 1828, motiviert durch seinen Vater, einen in England angesehenen Arzt und Geschäftsmann, mit dem Studium der Theologie auf dem Christ’s College (Cambridge) zu beginnen.

In seiner Studentenzeit lernte er den ehrwürdigen John Stevens Henslow kennen, Professor der Botanik. Ihm verdankte Charles Darwin größtenteils seine Verbundenheit zu den Naturwissenschaften. Durch ihn lernte er auch den Kapitän Fitz Roy kennen, da es J. Henslow war, der Fitz Roy den Vorschlag unterbreitete, als unbezahlter Naturforscher den Kapitän auf seinen Reisen zu begleiten. Der Kapitän wünschte sich als Begleiter einen Gentleman der gleichen Klasse, mit dem er sich auf der Reise austauschen könnte und der nicht offiziell zur Besatzung gehörte.

Die seitens der Britischen Admiralität beauftragte Expedition führte ihre zweite Exploration durch, um die kartographische Arbeit der ersten, zwischen 1826 und 1830 ausgeführten Erkundungsreise, unter der Führung von Fitz Roy, zu vollenden. Fitz Roy übernahm als Kapitän das Kommando über die Beagle, nachdem sich sein erster Kapitän, Pringle Stokes, auf Feuerland das Leben genommen hatte.

Die Reise der Beagle dauerte fast fünf Jahre: sie begann in der Plymouth-Bucht, England, am 27. Dezember 1831 und erreichte Falmouth am 2. Oktober 1836.

In Südamerika gingen sie zum ersten Mal im Februar des Jahres 1832 an Land, in Bahía, oder San Salvador, Brasilien. Charles Darwin war begeistert von der Artenvielfalt, die sich seinen Augen bot.

Weiter ging die Fahrt, Richtung Süden, wobei sein Aufenthalt in Bahía Blanca, und vor allem in Punta Alta, einem, aus seiner Sicht, geologisch außerordentlich reizvollen Ort, hervor zu heben ist. Hier bot sich die Gelegenheit, die frisch erlangten Kenntnisse vor Ort anzuwenden: unlängst war vom Geologen Charles Lyell der erste Band eines Buches über geologische Grundelemente veröffentlicht worden. An diesem Ort fand er riesige Fossilien von ausgestorbenen, unsagbar großen Landwirbeltieren. Durch diesen Fund entstanden bei ihm erste Zweifel hinsichtlich seines religiösen Glaubens.

Das nächste Ziel war Kap Hoorn. Auf dieser Strecke lief die Beagle, wegen hohem Seegang und Sturm, die größte Gefahr zu scheitern. Fitz Roy zeichnete sich jedoch als Steuermann durch große Geschicklichkeit aus und das Schiff blieb unversehrt.

Danach segelte die Beagle bis zur Navarino-Insel, um dort ein weiteres großes Vorhaben der Reise auszuführen: drei Eingeborene auf ihr Land zurückzubringen, die einige Jahre zuvor von Fitz Roy nach England verschleppt worden waren. Fitz Roy hatte die Absicht, ein menschliches Experiment durchzuführen, was ein sehr seltsames Unterfangen darstellte. Die Missionsgesellschaft der Anglikanischen Kirche hatte den jungen, unerfahrenen Priester Richard Matthews auserkohren, um zu gewährleisten, dass der Samen der Zivilisation und das von Fitz Roy auf Feuerland gesähte Christentum keimte und Früchte trüge. Als Charles Darwin und die Ureinwohner des Feuerlandes zum ersten Mal aufeinandertrafen, entstanden eine Reihe von Vorurteilen, die sich negativ auf diese Ethnien auswirkten, vorallem im Hinblick auf den späteren Kontakt mit den Weißen.
Darwin half der Kontakt mit den Ureinwohnern den Prozess von Erziehung und Zivilisation zu verstehen, da es sich dabei um erlernte Konzepte handelte, die die Ureinwohner von der zivilisierten Gesellschaft unterschieden.

Nachdem Jemmy Button, Jork Minster und Fuegia Basket in der Wulaia-Bucht frei ließ und zusammen mit ihnen auch der ehrwürdige Matthews an Land ging, nahm die Beagle ihre kartographische Arbeit wieder auf und setzte ihre Erkundungsfahrt in einem Teil des Beagle-Kanals, der Gletscher-Allee, fort. Als erster Glaziologe Patagoniens studierte und beschrieb er anhand der bestehenden Gletscher ziemlich genau deren geologische Entstehung. Einige Tage später kehrten sie nach Wulaia zurück, wo Matthews gerettet werden musste, da seine Mission, das Urvolk zum Christentum zu bekehren, scheiterte.

Aus kartographischen Gründen segelte die Beagle nach Montevideo zurück, obwohl es Darwin vorgezogen hätte, wissenschaftliche Erkundungen im Gebiet zu realisieren und anschließend, durch das argentinische Patagonien, weiter in den Süden zu reiten. Dort machte er eine Vielzahl von Beobachtungen, lernte zum Beispiel die Gauchos kennen, auch den Ñandú und seine Ähnlichkeit mit dem afrikanischen Strauß.

Ein Jahr später kehrte die Beagle ins Feuerland zurück, wo die Besatzung Jemmy Button wiedersah, der zu seinem ursprünglichen Leben im Kreise der Yaghan zurück gefunden hatte und diese nicht wieder aufgeben wollte. Er äußerte den Wunsch, wieder genau so zu leben, wie es ihm das Leben beigebracht hatte. Damit zerstörte er die Pläne von Fitz Roy, das Christentum zu verbreiten.

Nach dem Anlaufen der Malvineninseln oder Falklandinseln musste die Beagle am Fluss Santa Cruz, im Süden Argentiniens, ausgebessert werden. Anschließend segelten sie durch die Magellanstraße, wo Charles Darwin erneut seine herausragenden analytischen Fähigkeiten bewies, als er, unter anderem, die Geologie dieses Gebiets und die Bedeutung der Wälder unter Wasser beschrieb.

Dann setzten sie ihre Reise, entlang der chilenischen Küsten des Pazifischen Ozeans, fort. Hier war es, wo Darwin erlebte, was für einen zu jener Zeit lebenden Wissenschaftler undenkbar schien: der Vulkanausbruch des Osorno, das Erdbeben in Concepción, die Entdeckung von aus dem Meer stammender Fossilien in einer Höhe von mehr als 4000 m, welche ihn tiefgehend über die Kontraste nachdenken ließen, die sich ihm zwischen den erlernten biblischen Geboten und den tatsächlich erlebten Naturereignissen auftaten.

Diese Erfahrung half ihm seine berühmte Theorie zur Entstehung der Arten zu entwickeln, die erst 23 Jahre nach Darwins Rückkehr nach England veröffentlicht wurde. Diese Theorie löste eine große intellektuelle Revolution zwischen Befürwortern und Gegnern aus, die bis in unsere heutige Zeit andauert. Diese besagt, dass sich alle Lebewesen im Laufe der Zeit durch natürliche Zuchtwahl weiterentwickelt haben und entweder von einem gemeinsamen Vorfahren oder einer kleinen Gruppe gemeinsamer Vorfahren abstammen. Charles Darwin starb in Dawne, am 19. April des Jahres 1882 und seine sterblichen Überreste ruhen in der Abtei von Westmünster, zusammen mit denen von Isaac Newton. Darwins größtes Vermächtnis in Patagonien finden wir in der Süd-Kordillere, die seinen Namen, Cordillera Darwin, trägt. Auch der der höchste Gipfel dieses Gebirges mit einer Höhe von 2488 m ist nach ihm benannt: Darwin-Berg.

In Patagonien haben die Reise der Beagle und der Aufenthalt des jungen Naturforschers Charles Darwin eine unauslöschliche Spur hinterlassen, auf der wir heute segeln und die unberührten Landschaften besuchen, die er selbst in der Vergangenheit erkundete.

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