Tierra del Fuego

Entdecken Sie Feuerland

Das Feuerland befindet sich an der Südspitze Amerikas, um den Breitengrad 52º S. Im Norden ist es durch die Magellanstraße, im Süden durch den Beagle-Kanal, im Osten durch den Atlantik und im Westen durch den Pazifischen Ozean begrenzt. Chile und Argentinien teilen sich diese riesige Insel, der westliche Teil gehört zu Chile und die östliche Seite zu Argentinien.

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as Feuerland befindet sich an der Südspitze Amerikas, um den Breitengrad 52º S. Im Norden ist es durch die Magellanstraße, im Süden durch den Beagle-Kanal, im Osten durch den Atlantik und im Westen durch den Pazifischen Ozean begrenzt. Chile und Argentinien teilen sich diese riesige Insel, der westliche Teil gehört zu Chile und die östliche Seite zu Argentinien.

Der Ursprung des Namens dieser großen Insel leitet sich von der Sicht ab, die die Segler auf sie hatten, als sie zum ersten Mal ihre Ufer erkundeten. Von ihren Schiffen aus erblickten sie ständig auffälliges Feuer. Durch das Feuer schützten sich die Ureinwohner vor der südlichen Kälte, da die Ona- und YamanaIndianer trugen, trotz des rauhen Klimas, kaum Kleidung trugen. Nur das Feuer und ihre spezielle metabolische Adaptation (Körpertemperatur um ein Grad höher als unsere) hielten sie warm. Sogar auf ihren Kanus aus Buchrinde, mit denen sie auf Fischfang und Jagd gingen, richteten sie Feuerstellen ein.

DIE BESIEDLUNG AMERIKAS
São Es gibt mehrere Theorien über die erste Besiedelung Amerikas durch den Menschen, wobei die des Teschechen Aleš Hrdlička (1869 1943) wohl am bedeutendsten ist. Seine Theorie besagt, dass der Amerikaner seinen Ursprung in der Mongolei hat, von wo aus, vor etwa dreizehntausend Jahren, eine Menschengruppe über die Beringstraße, über eine aus der letzten Eiszeit stammenden Eisbrücke, nach Amerika gelangte. Diese Menschen befanden sich auf dem Weg in den Süden, kreuzten die Landenge zwischen den Eisfeldern der Anden und der Laurentianer-Eisfelder. Erstere begannen in den Aleuten und endeten im Zentrum Kanadas und zweitere erstreckten sich vom Atlantischen Ozean, nördlich Nordamerikas, bis nach Neufundland und von da bis ins Innere Kanadas, genauer gesagt, bis ins Gebiet der Großen Seen. Dies beweisen dreizehntausend Jahre alte Funde aus Alaska, die wiederum durch Ausgrabungen der Clovis-Kultur bestätigt werden können. Ein Teil der Restbestände dieser Kultur wurde in Neumexiko und in den USA zu Tage gebracht. So sind heutzutage die meisten amerikanischen Archäologen glühende Verfechter des Eintreffens der sogenannten Clovis und FolsomIndianer, die, als Teil der ältesten Kulturen, als erste amerikanischen Boden betraten. Sie erkennen die Erstbesiedlung von 11500 v.Chr als wahrscheinlich an, indem sie sich auf Dutzende Clovis-Pfeilspitzen beziehen, die man, verstreut in ganz Nordamerika, ausfindig machen konnte. Os Yaghanes (ou Yámanas).

Die Selk’nam-Indianer (oder Ona-Indianer)
Die Selk’nam-Indianer waren Nachkommen der Tribus des Festlandes und besiedelten die Große Feuerland-Insel um 8000 v.Chr. Magellan „entdeckte“ sie erstmals im Jahre 1515. Ihr sporadischer Aufenthalt am Nordufer des Beagle-Kanals ist nachgewiesen und belegt, dass ihre Ankunft dort mehr als 6500 Jahre zurück liegt.

DIE WEGBEREITER
Obwohl der Beagle-Kanal von den britischen Expeditionen der Jahre 1826 und 1832 (siehe unten) zum ersten Mal benannt, beschrieben und kartographiert wurde, haben wir gute Gründe, anzunehmen, dass zumindest ein Teil des Kanals bereits vorher bekannt war, denn schon auf mehreren Landkarten um 1560 ist der Umriss seines Verlaufes zu erkennen. Zweimal erforschte der berühmte James Cook den Süden des Feuerland-Archipels (1769 und 1774), während er den antarktischen Kontinent suchte. Wir sind uns allerdings nicht sicher, ob, ihm der Beagle-Kanal in seiner Gesamtheit bekannt war. Aus der Zeit seiner Reise stammen mehrere Ortsnamen (Bahia Cook und Seno Navidad, u.a.). Darüber hinaus ist es sehr wahrscheinlich, dass die Seelöwenjäger, die diese Gewässer zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert durchquerten, den Beagle-Kanal kannten, jedoch haben sie keine Aufzeichnungen des Beagle-Kanals hinterlassen.

Parker King und Fitz Roy
Die Romanche
Die französische Regierung organisierte eine umfangreiche wissenschaftliche Expedition nach Feuerland, als Teil eines internationalen Programms, welches sich die Beobachtung des Venustransit, von verschiedenen Punkten der Erde aus, zum Ziel setzte. Unter dem Kommando von Luis Martial, an Bord des Dampfschiffes Romanche, stach man in See und richtete dann für die Dauer eines Jahres (September 1882 - September 1883) einen festen Punkt in der Bucht Orange (auf der Hoste-Insel, Hardy-Halbinsel, wenige Kilometer nördlich des Falschen Kap Horn) ein. Man montierte vorgefertigte Häuser und Labore, um es einem Teil der Wissenschaftler und der Besatzung zu ermöglichen, sich an Land einzurichten, während die Romanche in der Zwischenzeit, im Feuerland-Archipel, der Magellanstraße und auf den Falkland-Inseln, hydrografische Erkundungen realisierte. Dieser Expedition sind die präziseren Angaben bezüglich der Küstengestalt des Feuerlandes zu verdanken, da Fitz Roy keine genaueren Details, insbesondere des Gebietes zwischen Beagle-Kanal und Kap Hoorn, aufzeichnete. Man gab dem Kanal verschiedene Namen: (Martial-Gebirge, Insel der Éclaireurs ...), Hoste-Insel (Halbinseln Dumas, Pasteur und Cloué) und Wollaston-Insel, u.v.a.. Dokumente der einstigen Beobachtungen der Yaghan-Indianer sind auch heute noch wichtigste Informationsquellen über diese Ethnie. Die über 400 Fotografien sind die ersten fotografischen Aufzeichnungen von Landschaft und Bewohnern des Feuerlandes. Der 9-bändige, voluminöse Expeditionsbericht, der zwischen zwischen 1885 und 1891 veröffentlicht wurde, lässt aus seinem Register den Umfang der geleisteten Arbeit erkennen: Reisebericht, Meteorologie, Erdmagnetismus, Geologie, Botanik, Zoologie (3 Bände) und Antropologie. Außerdem veröffentlichten mehrere Mitglieder der Expedition danach zahlreiche Publikationen ihres spezifischen Fachbereiches.

BESIEDLUNG IN DER NEUZEIT

Missionare
Der erste Versuch die Yaghan-Indianer zum Christentum zu bekehren, stammt von Fitz Roy, als er in Wualaia auf der Navarino-Insel, zusammen mit dem jungen Missionar Richard Matthews (Januar 1833) an Land ging. Fitz Roys Idee war es, die Rückkehr der drei in England „erzogenen“ Feuerländer auszunutzen, um eine Verbindung zwischen englischer und yaghanischer Zivilisation herzustellen. Jedoch der Widerstand der Yaghan-Indianer ließ dieses Vorhaben 10 Tage später scheitern und Fitz Roy verschiffte Matthews zurück.

Im Jahr 1841 gründete Allen Gardiner, ein pensionierter Ofiizier der Royal Navy, in London die Patagonian Missionary Society (PMS). Nachdem in der Magellanstraße ein Versuch fehlschlug, landete Gardiner mit 6 Freiwilligen im Dezember 1850 auf der Insel Picton. Da der erste Kontakt mit den Yaghan-Indianern nicht ganz ruhig verlief, suchten sie Zuflucht in der Bucht Aguirre (Südküste der Großen Feuerlandinsel), wo sie, letzten Endes, einer nach dem anderen, vor Hunger starben.

Im Jahr 1855 wurde Gardiners Werk, durch den Aufruf der South American Missionary Society (SAMS), wiederbelebt und eine Missionsstation auf dem Archipel der Malvinen (Falkland) (Keppel-Insel) errichtet. Auf einem Schoner namens Allen Gardiner durchfuhren die Missionare die feuerländischen Gewässer, schlossen Kontakte mit den YaghanIndianern und konnten schließlich Jimmy Button finden, derselbe, der Jahre zuvor mit Fitz Roy in England war. Die Strategie der Missionare, die yaghanischen Familien davon zu überzeugen, sich zeitweise auf den Malvinen (Falkland) aufzuhalten, um die Gutmütigkeit der englischen Kultur und der anglikanischen Kirche kennenzulernen, bevor man sie wieder auf ihr Land zurück brachte, solte eine Verbindung zwischen beiden Kulturen im yaghanischem Territorium ermöglichen.

Dieses System funktionierte bis 1859, als YaghanIndianer in Wulaia 8 Mitglieder der Mission töteten. Als einziger kam der Koch davon, der das Vorgefallene berichten konnte, als er, von einem aus den Malvinen entsandten Schiff, das auf der Suche nach Neuigkeiten war, geborgen wurde. Dieses Blutbad (9. November 1859), deren Gründe unbekannt blieben, ließ die Aktivitäten der Society auf Feuerland gewissermaßen einfrieren. Genau an diesem Ort machte sich sich Tomas Bridges, Sohn eines Missionars, weiterhin mit den Bräuchen und der Sprache der YaghanIndianer vertraut.

1869, nach langer Wartezeit Warten, versuchte der mutige Pfarrer Waite Stirling, der neue Leiter der Mission, für 8 Monate, allein unter Yaghan-Indianern, auf der Halbinsel, wo sich heute der Flughafen von Ushuaia befindet, zu leben. Nach dem ersichtlichen Erfolg dieses Vorhabens entschloss man sich zur Etablierung einer ständigen Vertretung in Ushuaia, unter der Leitung von Tomas Bridges, der als erster weißer Mann Feuerland zu seiner neuen Heimat machte (1870). Er leitete die Mission bis 1886, bis er sich auf sein eigenes Landgut zurückzog, um am Beagle-Kanal seinen Lebensabend zu genießen.

Er ist der Mann, der die außerordentliche Leistung vollbrachte, uns ein yaghanisch-englisches Wörterbuch (erstmals veröffentlicht 1933), mit nahezu 32.000 Einträgen, zu hinterlassen und es ist einer seiner Söhne, Lucas, dem wir die Veröffentlichung einer Autobiografie unter dem Namen „The Uttermost Part of the Earth“ (dt. „Am Ende der Welt) - ein elementares Buch der historischen Literatur des Feuerlands – zu verdanken haben.

Der Goldrausch
1884 entdeckte man durch Zufall, am Kap der Jungfrauen (Eingang zur Magellanstraße, zur Atlantikseite), Gold, das dort vom Meer seit Jahrtausenden unter dem Sand angesammelt worden war. Dies löste einen Goldrausch an den meisten Stränden Feuerlands aus, die der Brandung des Atlantischen Ozeanes preisgegeben sind. Bis ein berühmter Rumäne, Juli Poppers, Goldwaschanlagen installierte und versuchte, eine seltsame Diktatur im Feuerland zu verhängen. Seine Geschichte inspirierte mehrere Romane.

Dieser Wahn nach dem goldenen Metall lockte in den Jahren 1888-1895 vor allem tausende Kroaten auf die Inseln: Feuerland, Lennox, Nueva, Hoste, bis hin zum Kap Hoorn. Einige dieser Goldsucher ließen sich in Ushuaia, Punta Arenas oder der NavarinoInsel nieder.

Die Kolonisation
Die auf der Halbinsel Ushuaia lebenden englischen Missionare waren die einzigen Weißen, die Feuerland bewohnten, bis die argentinische Regierung, auf der anderen Seite der Ushuaia-Bucht einen Militärstützpunkt errichtete, auf den sich die Gründung der der Stadt Ushuaia (1884 und die Kolonisation des Beagle-Kanals zurückführen läßt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts haben verschiedene Siedler aus Ushuaia und einige Chilenen an den Küsten der Navarino-Insel Viehzuchtfarmen angelegt, welche ihr Fleisch in Ushuaia und die produzierte Wolle in Punta Arenas verkaufen. 1928 machten die chilenischen Behörden den Versuch, gegenüber von Ushuaia einen Ort, mit dem Namen „Hafen von Navarino“, zu gründen, jedoch ohne dauerhaften Erfolg. Erst 1953, als Ushuaia schon 2.500 Einwohner zählte, gründete man an der Nordküste der Navarino-Insel den Marinestützpunkt Puerto Williams (ursprünglich Puerto Luisa genannt).

BESIEDLUNG DER HEUTIGEN ZEIT
Ushuaia (Argentinien) ist heute, mit seinen 65.000 Einwohnern, die wichtigste Stadt der feuerländischen Region. Ihr Hauptaugenmerk gilt dem Tourismus, denn jährlich empfängt die Stadt über 160.000 Besucher.

Porvenir ist die Landeshauptstadt der chilenischen Provinz Feuerland, das Toponym der gleichnamigen Gemeinde und die, mit 5.500 Einwohnern, bevölkerungsreichste Stadt des chilenischen Teils der Großen Feuerland-Insel.

Porvenir entstand, als im Jahr 1883, zu Zeiten der Goldsuche ein Polizeistützpunkt eingerichtet wurde. Man gründete die Stadt 1894, unter der Regierung von Jorge Montt Álvarez, zum Dienste der neuen Viehfarmen. Anfangs wurde sie von Chiloten und Kroaten bewohnt, die von der Entdeckung der Goldvorkommen angezogen wurden. Die Stadt Porvenir liegt gegenüber von Punta Arenas in der Bucht Porvenir, die die Selk’nam-Indianer Karkamke (Flache Gewässer) nannten, und erstreckt sich zu beiden Seiten der Magellanstraße.

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